Flotten-Monitoring in der Reederei

Ein Frühwarnsystem | so einfach wie die Warnleuchte im Auto

Jeder Autofahrer kennt sie – die Kontroll- und Warnleuchten im Cockpit. Sie warnen uns vor möglichen Schäden. Warum eine Warnleuchte anspringt, ist jedoch nicht immer sofort ersichtlich. Manchmal hilft das Handbuch, manchmal ist die Ursache unscharf. Meldet sich z.B. die Motorkontrollleuchte könnte einiges kaputt sein: Zünd- oder Einspritzanlage, Abgasreinigung oder auch der Nockenwellenantrieb. Da muss der Fachmann ran, schon für die Fehleranalyse. Aber bitte zeitnah, sonst droht ein Motorschaden und der kann teuer werden.

Ein Handelsschiff ist natürlich um einiges komplexer als ein Auto, technisch gesehen ein ganz andere Liga. Auch, was die Kosten betrifft. Da sind Standzeiten gering zu halten und Ausfälle unbedingt zu vermeiden. Reagieren, wenn die Warnleute anspringt – das funktioniert auch beim Monitoring von Schiffen.

Auf dem Schiff

Die IT-Infrastruktur auf dem Schiff ist robust und einfach gehalten: Lediglich der kostenlose Adobe Reader und ein E-Mail-Client werden vorausgesetzt. Jedes Schiff wird für die Datenerfassung mit einem Set von PDF-Formularen ausgestattet. Die Daten werden in komprimierter Form via E-Mail versendet. So können Kosten gesenkt werden, wenn die Daten – wie auf hoher See oft der Fall – über Satellit übertragen werden.

In der Reederei

Das Flottenmonitoring ist ein Frühwarnsystem: Es überprüft die von den Schiffen an die Reederei gesendeten Daten automatisch nach vorher von der Reederei festgelegten Regeln. So kann beispielsweise bei einer zu hohen oder zu niedrigen Abgastemperatur eines Zylinders, einem zu niedrigen Lagerbestand von Verbrauchsartikeln oder einem auffälligen Ölverbrauch eines Motors eine Warnmeldung erfolgen.

Von unterwegs

Das Flotten-Monitoring ist als Software as a Service konzipiert, daher wird einfach im Browser gearbeitet. Egal ob in der Reederei, von Zuhause oder von unterwegs: Durch die zentrale Datenhaltung sind alle Informationen aktuell und für alle Beteiligte jederzeit abrufbar. Auch eine länderübergreifende Zusammenarbeit ist möglich. Das ist zum Beispiel dann hilfreich, wenn die Reederei weltweit über Niederlassungen verfügt.

Die Vorteile auf einen Blick

  • Das Frühwarnsystem hilft, Schäden zu vermeiden. Schnelle Reaktionen auf kritische Situationen sind in der maritimen Branche besonders wichtig, denn Standzeiten und Ausfälle der Schiffe schlagen teuer zu Buche.
  • Die Datenübertragung per Satellitenverbindung ist teuer. Deshalb wird das Datentransfervolumen zwischen Schiff und Reederei reduziert. Das bietet Sparpotential.
  • Ob für Mehrzweckschiffe, Containerschiffe oder Tanker – das Flotten-Monitoring ist flexibel und übergreifend einsetzbar.
  • Es ist einfach, ein neues Schiff ins Flotten-Monitoring aufzunehmen: Außer dem Adobe Reader und einem E-Mail-Client werden nur noch die PDF-Formulare auf dem Schiff benötigt.
  • Da das Flotten-Monitoring als Software as a Service arbeitet, können autorisierte Mitarbeiter von überall zugreifen.
  • Vergrößert sich das Mitarbeiterteam, fallen keine Zusatzkosten an.

Kommunikationsbeziehungen im Projekt

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Die Mitarbeiter der Reederei können ohne räumliche Einschränkung mit dem Flotten-Monitoring arbeiten.
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Die zu betreuende Flotte kann sowohl eigene als auch fremde Schiffe umfassen. Jedes Schiff kann als eigenständiges Unternehmen gesehen werden und firmiert oft entsprechend.
Die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern fällt ebenfalls unter die Rubrik "Business to Business".